Letztes Update:
20210102013048

06:46
02.07.2020
UPDATE | In den USA sind erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 50.000 Neuinfektionen an einem Tag verzeichnet worden. Damit haben die Infektionszahlen einen neuen Höchststand erreicht, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Den Zahlen zufolge sind gestern rund 50.700 Neuinfektionen gemeldet worden. Die "Washington Post" zählt sogar rund 52.800 Fälle. Mehrere US-Bundesstaaten setzen angesichts des rapiden Anstiegs der täglichen Neuinfektionen ihre Anstrengungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus fort. Kalifornien und Michigan nehmen Lockerungen zurück, Pennsylvania führt eine Maskenpflicht ein. 

US-Präsident Donald Trump glaubt indes weiter an das Verschwinden des Virus. Die Wirtschaft werde sich bald wieder erholen und "das Virus wird irgendwann gewissermaßen einfach verschwinden", so der Republikaner Trump im Gespräch mit dem Fernsehsender Fox Business. Die Demokraten werfen Trump angesichts solcher Äußerungen vor, im Kampf gegen das Coronavirus kapituliert zu haben - und das, obwohl die Pandemie in den USA zunehmend eskaliert.  

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Foto: Kay Nietfeld/dpa

06:16
02.07.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert vom Hersteller des Coronamedikaments Remdesivir trotz eines Großeinkaufs der USA weiterhin Lieferfähigkeit. Er erwarte von der Pharmafirma Gilead Sciences, "dass Deutschland und Europa versorgt werden, wenn es um ein solches Medikament geht", so der CDU-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin". Den Bedarf für die kommenden Wochen sieht Spahn ohnehin gesichert. In der Zentralapotheke des Bundes gebe es entsprechende Reserven.
Wie bereits berichtet, hat sich die US-Regierung einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge von Remdesivir gesichert. Laut US-Gesundheitsministerium wurde der Kauf von Wirkstoff-Dosen für mehr als 500.000 Behandlungen vereinbart. Das entspreche 100 Prozent der geplanten Produktionsmenge für Juli sowie jeweils 90 Prozent für August und September. Remdesivir gilt als eines der aussichtsreichsten Medikamente bei schweren Corona-Symptomen.