Letztes Update:
20210102013048

11:14
01.07.2020
Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat heute den Bundestag besucht, um als Experte bei einer öffentlichen Anhörung im Wirtschaftsausschuss über das Pipelineprojekt Nord Stream 2 zu sprechen. Doch als er anschließend mit seiner Frau und einigen Begleitern - alle ohne Maske -  in den Aufzug stieg erinnerte das ein bisschen an Jens Spahns Besuch Mitte April im Gießener Uni-Klinikum. Dabei hatte sich der Bundesgesundheitsminister inmitten der Pandemie  in einen voll besetzten Klinik-Aufzug gestellt. Ein Foto der Szenerie sorgte anschließend für großen Wirbel. 

Foto: YNA/dpa

10:44
01.07.2020
Die US-Regierung hat sich einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge des Corona-Mittels Remdesivir gesichert. Ein entsprechende Vereinbarung mit dem Biotech-Unternehmen Gilead Sciences sieht laut US-Gesundheitsministerium den Erwerb von Wirkstoff-Dosen für mehr als 500.000 Behandlungen vor. Das entspreche 100 Prozent der geplanten Produktionsmenge für Juli sowie jeweils 90 Prozent für August und September. Remdesivir gilt als eines der aussichtsreichsten Medikamente bei schweren Corona-Symptomen. Es kann Studien zufolge den Krankenhausaufenthalt bei Covid-19 verkürzen. 
Zu der Frage, ob durch die Vereinbarung die Versorgung mit dem Wirkstoff in Europa gefährdet sei, wollte sich ein Gilead-Sprecher heute auf Anfrage nicht äußern. Pharma-Experte Andrew Hill von der britischen Universität Liverpool sagte laut "Guardian": "Sie (die USA) haben Zugriff auf einen Großteil des Medikaments, also bleibt nichts für Europa." Gilead vereinbarte nach eigenen Angaben mit der US-Regierung, dass nicht zugeteilte Teile der Produktion "für andere Verwendungszwecke, auch für Länder außerhalb der Vereinigten Staaten, bereitgestellt werden können".