Letztes Update:
20210102013048

13:32
30.06.2020
UPDATE | Die Ära Clemens Tönnies auf Schalke ist beendet. Der umstrittene Aufsichtsratschef tritt beim sportlich und wirtschaftlich in Not geratenen Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 von seinen Ämtern zurĂŒck. Der Revierclub bestĂ€tigt  entsprechende Meldungen der "Bild"-Zeitung und des "Kicker" nach einer turnusmĂ€ĂŸigen Aufsichtsratssitzung.  Der 64 Jahre alte Tönnies war nach einem Corona-Ausbruch in seinem Fleisch-Unternehmen zuletzt massiv in die Kritik geraten. Erst am Samstag hatten parallel zum letzten Saisonspiel der Schalker beim 0:4 beim SC Freiburg rund 1000 Fans auf dem VereinsgelĂ€nde gegen den mĂ€chtigen Schalke-Boss demonstriert. Neuer Aufsichtsratchef von Schalke 04 wird der bisherige Stellvertreter Jens Buchta, der einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewĂ€hlt wurde.
Tönnies war seit 1994 Mitglied im Kontrollgremium des Clubs und stand diesem seit 2001 vor. In dieser Zeit wurde Schalke dreimal Pokalsieger, fĂŒnfmal Vize-Meister und spielte zehnmal in der Champions League. Zuletzt wurden die sportlichen und wirtschaftlichen Probleme aber immer grĂ¶ĂŸer. In der Saison 2018/2019 stieg Schalke beinahe ab. In der soeben abgelaufenen Spielzeit trĂ€umte der Club nach ĂŒberragender Hinserie unter Trainer David Wagner von der RĂŒckkehr in den Europapokal, stĂŒrzte in der RĂŒckserie aber jĂ€h ab. Am Eingang der alten Schalker GlĂŒckaufkampfbahn prangte zuletzt ein Banner mit der Aufschrift: "Keine Ausbeuter bei S04 - Tönnies Raus!" Schon im vergangenen Jahr hatte Tönnies den Großteil der Fans mit umstrittenen Äußerungen zu Afrikanern verĂ€rgert. Diese waren ihm als rassistisch ausgelegt worden.

Foto: Koen Van Weel/epa/dpa/Archiv

13:13
30.06.2020
Im Amsterdamer Rotlichtviertel gehen die Lichter wieder an. Ab Mittwoch dĂŒrfen nach einem Beschluss der Regierung alle Sexarbeiter im Land wieder uneingeschrĂ€nkt ihrem Gewerbe nachgehen. Die Interessenvereinigung der Sexarbeiter in Amsterdam zeigt sich erleichtert. "Es wird Zeit, dass wieder Leute kommen. Unser Geld ist alle", sagt Felicia Anna, die Vorsitzende von Red Light United der Nachrichtenagentur ANP.
Die Amsterdamer Wallen, wie das Rotlichtviertel genannt wird, sind weltberĂŒhmt und eine der grĂ¶ĂŸten Touristenattraktionen. Die Prostituierten bieten hier im Ă€ltesten Teil der Grachtenstadt offen in Fenstern ihre Dienste an. Mitte MĂ€rz waren die roten Lichter aber im Zuge der Corona-Krise gelöscht worden. Die Gassen und Grachtenufer waren fast vier Monate lang gespenstisch leer. Normalerweise flanieren dort rund 35.000 Besucher am Tag.