Die Corona-Krise wird nach Einschätzung der Vereinten Nationen auch den Kampf gegen
Genitalverstümmelung und Kinderehen zurückwerfen. Angesichts der heruntergeschraubten nationalen und internationalen Präventions-Programme wegen der Pandemie sei davon auszugehen, dass
bis 2030 zusätzlich rund zwei Millionen Mädchen eine Genitalverstümmelung erleiden würden, sagt die Chefin des Genfer Büros des
UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA), Monica Ferro.
Allein in diesem Jahr sind demnach
4,1 Millionen Mädchen dem Risiko einer Genitalverstümnmelung ausgesetzt. Auch die Praxis von Kinderehen steige in Zeiten von Not und Krise, so Ferro. Die UN-Organisation gehe wegen der Corona-Folgen der von
13 Millionen zusätzlichen Kinderehen bis 2030 aus.