Die zentralasiatische Republik
Turkmenistan verheimlicht Menschenrechtlern und Diplomaten zufolge weiter
die Ausbreitung des Virus. Die
Regierung in dem autoritär geführten Staat an der Grenze zum Iran
gefährde mit ihrem Schweigen Menschenleben, teilt die Organisation
Human Rights Watch (
HRW) mit.
Nach offiziellen Angaben gibt es in der Ex-Sowjetrepublik, die ähnlich abgeschottet ist wie Nordkorea,
keinen einzigen Fall der Lungenkrankheit Covid-19. HRW listet aber zahlreiche Quellen auf, die das Gegenteil belegen, darunter auch mehrere Todesfälle von Ärzten.
Die
deutsche Botschaft in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat (auch Aschchabat) hat ihren
Betrieb wegen Covid-19 nach Darstellung ihrer Internetseite
bereits seit April eingeschränkt. Die US-Botschaft dort berichtet auf ihrer Webseite über das Infektionsgeschehen. Das turkmenische Außenministerium wiederum wirft den US-Diplomaten vor, Falschnachrichten zu verbreiten. Unabhängige Medien gibt es in dem Land am Kaspischen Meer nicht.