Letztes Update:
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Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen steht Journalisten Rede und Antwort. Foto: Peter Steffen/dpa 

07:17
25.06.2020
Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil verteidigt die beschlossenen Beschränkungen für Urlauber aus den nordrhein-westfälischen Kreisen Gütersloh und Warendorf. "Das sind schon Zahlen, die sprengen die sonstigen Verhältnisse deutlich", so der Regierungschef im "ARD-Morgenmagazin". 
Sowohl in Gütersloh als auch in Warendorf wird der von Bund und Ländern vereinbarte Grenzwert von 50 Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohner klar überschritten. "Das, was bis jetzt geschieht, lässt sich aus meiner Sicht sehr, sehr gut begründen", erklärt der SPD-Politiker.

Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen. Foto: Frederico Gambarini/dpa

09:53
25.06.2020
UPDATE | Von 2000 aktuell durchgeführten Corona-Tests im Kreis Gütersloh ist nur einer positiv ausgefallen. Das sagt der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bestätigt auf Nachfrage, dass es sich bei den 2000 Getesteten um Menschen aus der Allgemeinbevölkerung handele. Laumann hatte mit Blick auf die zurzeit laufenden freiwilligen Massentestungen gesagt, dass man danach wohl beurteilen könne, ob die Corona-Infektionen bei Tönnies-Mitarbeitern auf andere Bereiche der Gesellschaft übergesprungen seien. Mit Ergebnissen rechne er am Sonntag.
Zuvor teilte Lauman mit, dass er jedoch nicht ausschließen könne, dass manche Mitarbeiter des Fleischereibetriebs Tönnies nicht auf Corona getestet worden sind. Es könne sein, dass "uns 20, 30 durch die Lappen gegangen sind", so Laumann. Der CDU-Politiker verteidigte aber das Vorgehen der Behörden: Es sei "sorgfältig durch die öffentliche Hand getestet" worden. Laumanns Staatssekretär Edmund Heller verdeutlicht, dass eine komplette Erfassung der Menschen auf dem Tönnies-Gelände rückwirkend zunächst kaum möglich gewesen sei.