Letztes Update:
20210102013048

21:54
23.06.2020
Israel hat wegen einer gestiegenen Zahl von Infektionen mit dem Coronavirus mehrere Orte zur Sperrzone erklärt. Sowohl die zentrale Stadt El'ad sowie einzelne Wohnviertel der nördlichen Stadt Tiberias sollen ab diesem Mittwoch sieben Tage lang nur eingeschränkt zugänglich sein, entschied das zuständige Komitee.
Die Entscheidung folgt einer Empfehlung des Gesundheitsministeriums. Erst am Sonntag hatten die Krankenhäuser des Landes wegen der steigenden Infektionszahlen ihre Corona-Stationen wieder geöffnet. Einschränkungen für weitere Orte würden in Erwägung gezogen, teilte Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit. Israel hatte zu Beginn der Corona-Pandemie sehr schnell mit rigorosen Maßnahmen reagiert. Nach einem vergleichsweise glimpflichen Verlauf begann das Land im Mai mit schrittweisen Lockerungen.

20:55
23.06.2020
In Bulgarien sind drei aus Deutschland heimgekehrte Mitarbeiter des Fleischverarbeiters Tönnies unter Quarantäne gestellt worden. Das sagt der Bürgermeister des südwestbulgarischen Beliza, Radoslaw Rewanski, dem Fernsehsender bTV. Es handelt sich um den mutmaßlich ersten Bericht in Bulgarien über Heimkehrer nach dem massiven Ausbruch bei Tönnies. Die drei Tönnies-Mitarbeiter seien in Deutschland auf das Coronavirus getestet worden, wüssten aber nicht, wie die Tests ausgefallen seien, heißt es.
Die Bulgaren sollen nach den Worten des Bürgermeisters bereits am Mittwoch erneut auf das Virus getestet werden. "Uns geht es gut", sagte einer der Männer. "Wir sind zurückgekehrt, weil wir Angst hatten", erklärt er weiter. Bulgarien hatte jüngst die Quarantänepflicht für Einreisende aus Deutschland aufgehoben. Der Oberste Inspektor für Gesundheit und Mitglied des Krisenstabs in Sofia, Angel Kuntschew, zeigte sich besorgt, dass rückkehrende Tönnies-Mitarbeiter das Coronavirus in Bulgarien weiter verbreiten könnten.

19:51
23.06.2020
Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron ist in Den Haag zu einem Arbeitsessen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Gespräche werden nach Angaben der niederländischen Regierung die Vorbereitung des EU-Sondergipfels im Juli und insbesondere der umstrittene EU-Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise stehen.
Streitpunkt zwischen Paris und Den Haag ist das geplante EU-Programm zur Bewältigung der Wirtschaftskrise. Macron will Rutte davon überzeugen, dem EU-Plan zuzustimmen. "Wir glauben beide an diese Solidarität, die unser Europa ausmacht", schrieb Macron vor dem Gespräch über Twitter. Die Niederlande gehören zu den sogenannten "sparsamen Vier", die Hilfen für wirtschaftlich schwache Länder nur als Kredit und mit Auflagen zu Reformen vergeben wollen.