Letztes Update:
20210102013048

13:25
19.06.2020
UPDATE | Schlachtereibetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück: Bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld sind fünf Strafanzeigen eingegangen. Darunter sei auch eine Anzeige der Bielefelder Bundestagsabgeordneten Britta Haßelmann (Grüne), so Oberstaatsanwalt Martin Temmen im Gespräch der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten mehrere Medien über die Anzeigen berichtet. Ermittelt werde jetzt gegen Unbekannt wegen des Anfangsverdachts auf fahrlässige Körperverletzung und Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Aus der Tönnies-Kantine ist ein Video mit mutmaßlichen Verstößen gegen Corona-Präventionsregeln aufgetaucht. "Das im Netz kursierende Video ist uns im Unternehmen seit dem 28. März 2020 bekannt", so ein Tönnies-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Gestern Abend hatte das Unternehmen dem SWR zunächst bestätigt, dass das Video aus dem April stamme. Der Sprecher stellt klar, dass es in der Krisenkommunikation eine Panne gegeben habe. Eine Bestätigung, dass das Video von April stamme, sei falsch gewesen. Laut Tönnies hatten sich die Arbeiter damals in der Kantine nur mit Kollegen aufgehalten, mit denen sie auch in einer Abteilung zusammen gearbeitet hatten. Dieses Verhalten, das sogenannte Clustern, sei mit dem Arbeitsschutz abgestimmt gewesen.

Foto: Marijan Murat/dpa

13:04
19.06.2020
Bei älteren Kindern lassen sich häufiger Antikörper gegen Sars-CoV-2 nachweisen als bei jüngeren - das ist das Zwischenfazit einer Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Bei 36 von 2436 getesteten Kindern seien Antikörper im Blut gefunden worden, sagt die Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE, Ania C. Muntau, zu der vorläufigen Auswertung der Studie C19.CHILD. 

Bei der Altersgruppe von 0 bis 9 Jahren ergab sich den Angaben zufolge ein Prozent positive Antikörper-Nachweise, in der Altersgruppe 10 bis 18 Jahre waren es zwei Prozent. Der Unterschied sei statistisch signifikant. In die noch bis Ende Juni laufende Studie sollen Daten von rund 6000 gesunden und chronisch kranken Kindern und Jugendlichen mit und ohne Symptomen einbezogen werden. An der Studie beteiligten sich neben dem Kinder-UKE auch alle anderen Hamburger Kinderkliniken.