Letztes Update:
20210102013048

11:08
19.06.2020
Die aktuelle Krise legt nach Ansicht von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die digitalen Schwachstellen in Deutschland offen. Zugleich hätten digitale Instrumente den Lockdown für viele Menschen erträglicher gemacht. "Die Krise hat viele digitale Defizite schonungslos ausgeleuchtet, ganz besonders in den Schulen und in der öffentlichen Verwaltung", sagt Steinmeier in Berlin aus Anlass des bundesweiten Digitaltags. Dort hätten sich fehlende technische Voraussetzungen mit versäumter Fortbildung sowie jahrzehntealten Verfahren "oft zu einem sehr unglücklichen Bild zusammengefügt". Viel aufzuholen habe Deutschland auch beim gerechten Zugang zur digitalen Grundversorgung, betont Steinmeier. "Etwa auf dem platten Land oder für Familien, wo nicht jedes zweite Jahr ein neues iPad unter dem Tannenbaum liegt oder ein neuer Laptop zum Geburtstag kommt, wo sich in der Krise alle Geschwister das alte Handy der Mutter teilen müssen, um die Schulaufgaben zu erledigen."

War selbst mit dem Coronavirus infiziert und musste einige Tage in der Intensivstation verbringen: Boris Johnson. Foto: Steve Parsons/PA/dpa 

17:35
19.06.2020
UPDATE | Der britische Premierminister Boris Johnson kündigt für den 4. Juli an, weitere Corona-Maßnahmen aufzuheben. Den Menschen solle wieder ermöglicht werden, in Hotels und Restaurants zu gehen, sagt er. Dafür solle es bald neue Richtlinien geben. Ob der Mindestabstand reduziert werden soll, wie es Wirtschaftsvertreter und auch viele Abgeordnete aus der konservativen Regierungspartei fordern, sagt Johnson nicht. Bereits seit dieser Woche sind Geschäfte in England wieder geöffnet. Es muss jedoch ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. 
Bereits am Nachmittag teilte das Gesundheitsministerium mit, dass die Pandemie-Warnstufe trotz Pannen bei der Einführung eines Systems zur Nachverfolgung von Infektionsketten von vier auf drei gesenkt wird. Das Ministerium meldet mehr als 1200 Neuinfektionen und 135 Todesfälle. Insgesamt hat es in keinem anderen europäischen Land so viele Tote gegeben wie im Vereinigten Königreich - die Zahl der Gestorbenen, bei denen Covid-19 als Todesursache festgestellt wurde, liegt bei mehr als 53.000.