Der Alt-68er und Ex-Apo-Aktivist Rainer Langhans lobt Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Markus Söder für ihre Krisenpolitik. Beide hätten klar gemacht, dass die Lage sehr ernst zu nehmen sei und dass es Auswirkungen auf die Zukunft geben werde, so Langhans im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Auch er gehe davon aus, dass es danach "eine wesentlich veränderte Welt" geben werde, "die wir wirklich dringend brauchen". Das jüngste Konjunkturpaket gehe in die richtige Richtung, wenngleich "viel zu wenig".
Erstmals sei von einer Pandemie die ganze Welt betroffen, sagt Langhans. Die Krise zeige: "Wenn in China ein Sack Reis umfällt: Ja, das geht uns an. Wir sind alle eins, ein großer Organismus, ein globales Bewusstsein." Die Krankheit komme, soweit bekannt, nicht von den Chinesen oder Amerikanern oder Bill Gates, "sondern wir haben sie von unserer Tierfresserei", meint Langhans mit Blick auf die Wildtiermärkte in China. "Krankheit ist immer ein Zeichen, dass etwas falsch war vorher, und dass ich - bitte schön - so nicht weitermachen kann."