Letztes Update:
20210102013048

09:09
18.06.2020
Angela Merkel fordert angesichts der Pandemie eine engere Zusammenarbeit in der Europäischen Union ein. "Kein Land kann diese Krise isoliert und allein bestehen", sagt die Kanzlerin. Noch nie seien Solidarität und Zusammenhalt in Europa so wichtig gewesen. Die Pandemie habe offengelegt, wie fragil das europäische Projekt noch sei. Erste Reflexe, auch in Deutschland, seien eher national und nicht durchgehend europäisch gewesen. Dies sei unvernünftig gewesen.
Merkel verteidigt erneut die weitreichenden Einschränkungen von Freiheitsrechten zur Virus-Eindämmung, auch wenn dies ein sehr hoher Preis gewesen sei und kritische Diskussionen ausgelöst habe. Die Maßnahmen seien aber unverzichtbar gewesen, manche, wie der Mindestabstand, seien es weiterhin.

Die Pandemie hat offengelegt, wie fragil das europäische Projekt noch ist. Die ersten Reflexe, auch unsere eigenen, waren eher national und nicht durchgehend europäisch. Das war, so gut manche Gründe dafür auch gewesen sein mögen, vor allem unvernünftig. Denn eine globale Pandemie verlangt gemeinsames internationales Handeln. 09:06
18.06.2020
Kanzlerin Angela Merkel im Bundestag.

09:05
18.06.2020
Europa muss nach Auffassung von Bundeskanzlerin Angela Merkel angesichts der Pandemie mehr Verantwortung in der Welt übernehmen. "Und das in einer Zeit, in der das politische Klima nicht nur in Europa, sondern auch weltweit rauer geworden ist", sagt Merkel. "Die Welt braucht gerade in dieser Zeit Europas starke Stimme für den Schutz der Menschenwürde, der Demokratie und der Freiheit."

08:57
18.06.2020
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) verteidigt den geplanten milliardenschweren EU-Wiederaufbaufonds in der Krise als Mittel gegen Radikale und Spaltung in Europa. "Wir dürfen nicht naiv sein: Die antidemokratischen Kräfte, die radikalen, autoritären Bewegungen, warten ja nur auf ökonomische Krisen, um sie dann politisch zu missbrauchen", sagt Merkel.
"Wir werden entschlossen der Gefahr entgegen arbeiten, dass sich dauerhaft ein tiefer Spalt durch Europa zieht", sagt die Kanzlerin. Unter lautem Applaus ruft sie nach Reaktionen aus der AfD-Fraktion, da scheine "sich jemand angesprochen zu fühlen". Die Radikalen "warten nur darauf, soziale Ängste zu schüren und Unsicherheiten zu verbreiten", sagt Merkel. Sich für eine nachhaltige Entwicklung in allen Regionen Europas einzusetzen, "ist auch ein politisches Instrument gegen Populisten und Radikale".