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Aufhebung von Restriktionen = deutlicher Wiederanstieg der Infektionszahlen? Foto: Jörg Carstensen/dpa

14:19
16.06.2020
Die deutsche Wirtschaft kann nach Einschätzung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) relativ glimpflich durch die schwere Corona-Rezession kommen. "Die deutsche Wirtschaft wurde von der Pandemie schwer getroffen. Allerdings ist der Einbruch nicht so tief wie in den großen Nachbarländern im Euroraum, wo die Zahl der Erkrankungen und Sterbefälle relativ zur Bevölkerung höher liegt", schreiben die Wirtschaftsforscher in ihrem Konjunkturbericht. "Die Rezession dürfte im zweiten Quartal an ihrem Tiefpunkt sein, denn die Epidemie ist im Mai und Juni zurückgegangen und die Restriktionen wurden gelockert."
Diese Erwartung steht aber unter dem Vorbehalt, dass es keinen starken Wiederanstieg der Corona-Erkrankungen in der nördlichen Hemisphäre im Herbst gibt. "Nach der vorliegenden Prognose erholt sich die Nachfrage in Deutschland und aus dem Ausland ab diesem Sommer, weil die Restriktionen zur Pandemiebekämpfung schrittweise gelockert werden", so das IWH. "Allerdings könnte die schrittweise Aufhebung von Restriktionen einen deutlichen erneuten Anstieg der Infektionszahlen nach sich ziehen, insbesondere in jenen Ländern wie den USA, wo sie überhaupt noch nicht deutlich gefallen sind." Sollte die Pandemie im Herbst wieder anziehen, würde das "der hier prognostizierten Erholung der Nachfrage im Weg stehen".