Letztes Update:
20210102013048

09:59
16.06.2020
Die Mobilfunk-Betreiber in Deutschland werden ihren Kunden keinen Datenverkehr berechnen, der durch die neue Corona-Warn-App entsteht. Das kündigt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Timotheus Höttges, bei der Vorstellung der Tracing-App in Berlin an. Dieses "Zero Rating" werde nicht nur von der Telekom, sondern von allen Providern praktiziert. Die App laufe "auf den gängigsten Modellen, die wir im Markt haben." In Deutschland seien rund 50 Millionen Smartphones aktiv. "Es kommt aber nicht auf die Gesamtzahl an, weil jeder einzelne Fall zählt." Die Android-Version lag schon nach wenigen Stunden im Bereich zwischen 100.000 und 500.000 Nutzern. Für iOS lägen die Zahlen noch nicht vor.  

Foto: Hannibal Hanschke/Reuters Pool/dpa

09:39
16.06.2020
Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, erklärt, die App solle eine Ergänzung sein für die Arbeit der Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. So könnten zusätzliche "Risikobegegnungen" identifiziert werden. In die Risikobewertung flössen unter anderem Dauer und Nähe der Begegnung ein. Er empfiehlt, sich nun mit der App vertraut zu machen, um sie auch bei steigenden Fallzahlen gut nutzen zu können.

09:33
16.06.2020
Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) betont, es gelte das Prinzip der "doppelten Freiwilligkeit". Die Menschen entschieden selbst, ob sie die Anwendung auf ihrem Smartphone installierten und dann, im Fall eines positiven Tests auf das Coronavirus, darüber, ob sie dies der App mitteilen. "Die Freiwilligkeit ist eine der wesentlichen Voraussetzungen dafür, dass diese App angenommen wird", sagt Lambrecht. Eine gesetzliche Regelung brauche es nicht. Lambrecht wirbt für die App: "Sie schützt Sie und sie schützt andere."