Die Nutzung der neu eingeführten
Corona-Warn-App sollte nach Meinung der SPD-Vorsitzenden
Saskia Esken auch
in Schulen mit strengen Handyverboten möglich sein. Es sei "durchaus geboten, dass auch Schülerinnen und Schüler die App nutzen", sagt Esken dem "
Handelsblatt". "
Ich bin hier klar für eine Lockerung. Aber nicht nur wegen der Corona-Warn-App." Der verantwortliche Umgang mit dem Smartphone müsse auch in der Unterrichtssituation gelernt werden, sagt die Sozialdemokratin.
Die
verzögerte Einführung der App geht laut Esken auch auf Bundesgesundheitsminister
Jens Spahn (CDU) zurück. Dessen anfängliche Vorstöße, etwa die zunächst geplante Nutzung von Standortdaten, seien nicht wirklich durchdacht gewesen. "Auf dieser Basis hätten wir eine erstklassige Überwachungs-App bekommen." Damit habe der Minister viel Porzellan zerschlagen und auch Vertrauen verspielt, sagt Esken.