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Eine temporäre Corona-Teststelle vor dem Long Beach Krankenhaus in Kalifornien.Foto: Ashley Landis/AP/dpa

05:09
16.06.2020
In der Corona-Krise müssen sich die USA nach Einschätzung von Wissenschaftlern bis zum Herbst auf Zehntausende weitere Tote einstellen. Die Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle gehen in ihrer Projektion inzwischen davon aus, dass die USA bis zum 1. Oktober die Zahl von 200.000 Toten übersteigen könnten. Erst am 27. Mai hatten die USA nach Daten der Johns-Hopkins-Universität die Marke von 100.000 Toten infolge einer Infektion mit dem Coronavirus überschritten. 
Damals waren die IHME-Wissenschaftler von 132.000 Toten in den USA bis Anfang August ausgegangen. Inzwischen rechnen sie bis zu diesem Zeitpunkt mit mehr als 147.000 Toten. Die Weiße Haus hat das IHME-Modell mehrfach für seine eigenen Prognosen herangezogen. Die Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore verzeichneten am Abend  mehr als 116.000 Tote in den USA - bei mehr als 2,1 Millionen nachgewiesenen Infektionen. Die USA liegen mit beiden Werten weltweit an der Spitze. 

03:56
16.06.2020
Ärzte unterstützen die neue offizielle Warn-App zum Eindämmen des Coronavirus. "Das ist ein sehr sinnvolles Instrument", sagt Ärztepräsident Klaus Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur. "Die App sorgt auf sehr einfache Weise dafür, Infektionsketten zu erkennen. Sie ermöglicht aber auch, persönliche Vorsorge zu treffen - indem man sich bei einer entsprechenden Warn-Meldung testen lassen kann." 
Die App wirke natürlich nur dann, wenn man möglichst viele Menschen fürs Mitmachen gewinne, sagt der Präsident der Bundesärztekammer. "Sie würde noch besser wirken, wenn man das System grenzüberschreitend in Europa gangbar machen könnte." Reinhardt spricht von einem "sehr smarten, praktikablen und intelligenten System". Aus Datenschutzgründen würden auch keine Bewegungsprofile erzeugt. "Wenn ich aktuell in einem Café einen Cappuccino trinken möchte und mich mit Adresse und Telefonnummer in eine Liste eintragen muss, ist der Datenschutz weit weniger gesichert."