Letztes Update:
20210102013048

14:37
15.06.2020
Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat eine afghanische Journalistin für ihre Berichterstattung während der Coronakrise als "Informationsheldin" ausgezeichnet. Die Reporterin Anisa Schahid sei täglich unterwegs - trotz der Gefahr einer Ansteckung mit dem Virus und der Attacken durch die Taliban, heißt es in der Urteilsbegründung. Reporter ohne Grenzen zeichnete weltweit 30 Medienunternehmen, Journalisten und Whistleblower aus. 
Ihre Berichterstattung über den Umgang der Regierung mit der Pandemie sowie die Attacke auf ein Krankenhaus in Kabul Mitte Mai entsprächen den höchsten professionellen Standards. "Ich bin nie für die Vorbereitung eines Berichts nach draußen gegangen in der Erwartung, einen Preis zu erhalten. Ich habe nie auch nur einmal daran gedacht", sagte Schahid der dpa. Schahid arbeitet seit zwölf Jahren als Journalistin beim afghanischen TV-Sender und Onlineportal Tolonews. Immer noch ist Afghanistan laut Reporter ohne Grenzen eines der gefährlichsten Länder für Journalisten weltweit. 

Foto: Arne Dedert/dpa

14:24
15.06.2020
Schüler dürfen in Sachsen-Anhalt auch ohne den allgemein geltenden Mindestabstand unterrichtet werden, hat das Oberverwaltungsgericht des Landes entschieden. Es wies den Antrag eines Grundschullehrers ab, der gegen die Aufweichung des Abstandsgebots geklagt hatte. Nach Einschätzung des Gerichts verletzen die geltenden Regelungen nicht die staatliche Pflicht zum Schutz der Gesundheit der betroffenen Lehrer sowie Schüler. 
Für die meisten Jahrgänge gilt in Sachsen-Anhalt derzeit ein Wechselmodell. Die Klassen werden in kleine Gruppen aufgeteilt und lernen abwechselnd zuhause und in der Schule. So soll der Mindestabstand eingehalten werden. Die Grundschulen sind aber wieder zum täglichen Unterricht übergegangen. Die Kinder lernen in voller Klassenstärke, aber mit einer festen Lehrkraft.

13:58
15.06.2020
Ikea will einer Reihe von Ländern die in der Corona-Krise bewilligten Hilfen zurückzahlen. Man befinde sich mit mehreren Regierungen in Gesprächen darüber, die Mittel zurückzugeben, die man zu Hochzeiten der Pandemie als Unterstützung bei der Lohnfortzahlung erhalten habe, teilt der Mutterkonzern Ingka mit. Summen nennt der Konzern nicht.
Ikea hatte in mehreren Ländern seine Läden schließen müssen und befürchtete massive Geschäftseinbußen, die jedoch letztlich moderater ausfielen als zunächst angenommen. Während die Pandemie nun in eine neue Phase eintrete, seien fast 90 Prozent der von Ingka betriebenen Ikea-Warenhäuser wieder geöffnet, heißt es in einer Konzernmitteilung. Die Kunden seien damit zurück im Warenhaus, kauften aber zugleich auch online ein.