Die Regierung und die Opposition in Chile haben sich auf zusätzliche Finanzhilfen für die Bevölkerung geeinigt. Die Notfallunterstützung solle bis zu 100.000 Peso (110 Euro) monatlich pro Person betragen, kündigt Präsident Sebastián Piñera an. Insgesamt plant die konservative Regierung zwölf Milliarden US-Dollar für die kommenden zwei Jahre ein, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern.
Zuletzt gab es im Großraum Santiago zum Teil heftige Proteste, weil die Menschen seit Wochen nicht mehr zur Arbeit können und es kaum soziale Absicherung gibt. Die konservative Regierung ließ daraufhin Lebensmittelpakete verteilen. In Chile haben sich bislang 174.293 Menschen nachweislich infiziert, 3323 Patienten sind gestorben.