Letztes Update:
20210102013048

11:14
14.06.2020
Weltweit wird intensiv nach einem Impfstoff geforscht, der gezielt vor dem Coronavirus Sars-CoV-2 schützen soll. Bis es den gibt, könnten möglicherweise bereits existierende Lebendimpfstoffe einen gewissen Schutz gegen eine Infektion bieten, glauben Forscher. Denn gerade Lebendimpfstoffe, die funktionsfähige, aber abgeschwächte Erreger enthalten, lösen eine besonders robuste Antwort des Immunsystems aus. "Bisherige Studien konnten Hinweise erbringen, dass diese Impfstoffe einen Effekt über ihre erregerspezifische Wirkung hinaus haben und den Schutz vor anderen Krankheiten erhöhen können", schreiben die Experten Melanie Brinkmann aus Braunschweig, Eva Kaufmann aus Montreal und Thomas Mertens aus Ulm in einer gemeinsamen Antwort auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 
Eine solche Stimulierung bewirke langanhaltende Veränderungen in Immunzellen oder deren Vorläuferzellen, die zu einer erhöhten Funktionsbereitschaft der Körperabwehr führten, betont die Immunologin Eva Kaufmann von der McGill University in Montreal. Ob dies auch einen gewissen Schutz vor dem Coronavirus biete, müssten nun Studien prüfen, betonen die drei Forscher.

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

10:29
14.06.2020
Wenn die Schulen nach den Sommerferien wie geplant wieder komplett öffnen, sollten Lehrer nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbandes einmal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden. "Wir setzen auf regelmäßige wöchentliche Tests von Lehrkräften, auch wenn keine Krankheitssymptome vorliegen", sagt Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur.
Forderungen nach Tests für Lehrer und auch Schüler hatten verschiedene Verbandsvertreter aus dem Bildungsbereich bereits gestellt. In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Pläne. So will beispielsweise Brandenburg Lehrkräften und Kitapersonal anbieten, sich für zunächst drei Monate alle zwei Wochen testen zu lassen. Andere Länder planen stichprobenartige Tests. Ob Stichproben genügten, hänge vom Infektionsgeschehen im jeweiligen Bundesland ab, sagt Meidinger. Als "absolut wichtig und sinnvoll" bezeichnete er Pläne Schleswig-Holsteins, spezielle Einsatzteams bereitzustellen, die im Falle von Coronainfektionen an Schulen "ganz schnell alle Kontaktpersonen testen". "Ziel sollte das frühzeitige Erkennen von Superspreading-Ereignissen sein", wie es das bereits an Schulen in Frankreich oder Israel gegeben habe.