Aus Protest gegen die Corona-Politik der brasilianischen Regierung und in Gedenken an die Gestorbenen sind am Strand von Copacabana in Rio de Janeiro 100 Grabkreuze aufgestellt worden. Bei der Aktion gruben Freiwillige der Nichtregierungsorganisation Rio de Paz auch zu jedem der Kreuze ein leeres Grab aus. "Das war die schwierigste Demonstration unserer Geschichte", schrieb deren Präsident, Antonio Costa, auf Twitter.
In ganz Brasilien sind nach den jüngsten Zahlen des Gesundheitsministeriums 40.919 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 802.828 haben sich infiziert. Präsident Bolsonaro verharmlost das Coronavirus und lehnt jegliche Maßnahmen zur Eindämmung ab. Der Oberste Gerichtshof übertrug daher die Befugnis, Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu verhängen, den Bundesstaaten und Gemeinden. Auch ließ Bolsonaro immer wieder Mitgefühl für die Angehörigen der Opfer vermissen.