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Ein Labortechniker extrahiert einen Teil eines sich in der Entwicklung befindlichen, möglichen Covid-19-Impfstoffs während eines Tests. Foto: Sakchai Lalit/AP/dpa

16:03
11.06.2020
Im globalen Wettlauf um einen Impfstoff will sich die EU-Kommission durch Vorverträge raschen Zugriff auf ausreichende Mengen für die EU-Bürger sichern. Das ist Kern einer Impfstoff-Strategie, die EU-Beamte skizzieren. Die EU-Kommission schlägt vor, jetzt Vorverträge mit Pharmafirmen zu schließen und auch bereits Abschlagszahlungen zu leisten und dafür das Recht zum Bezug erfolgreicher Impfstoffe zu erwerben. Finanziert werden sollen die Impfstoff-Verträge aus einem bereits vorhandenen EU-Topf, dem "Notfallinstrument" mit einem Budget von 2,7 Milliarden Euro. 
EU-Beamte rechnen damit, dass Impfstoffe für 300 Millionen Europäer beschafft werden müssen. Je nachdem, ob ein oder zweimal geimpft werden muss, wären dies 300 bis 600 Millionen Dosen. Die EU-Staaten könnten trotz der vorgeschlagenen gemeinsamen Beschaffung selbst entscheiden, wer zuerst geimpft werden soll. Die Beamten betonen auch, dass sich die EU trotzdem weiter für eine gerechte globale Verteilung des Impfstoffs einsetzen würde. Es gehe nicht um exklusive Rechte, heißt es. 

Symbolischen Gräber am Strand Copacabana, die von Aktivisten der NGO Rio de Paz ausgehoben wurden. Foto: Ian Cheibub/dpa