Letztes Update:
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Foto: Monika Skolimowska/dpa

09:21
11.06.2020
Deutschland braucht aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ein weiteres Konjunkturpaket. Rund 192 Milliarden Euro sollen demnach in den nächsten zehn Jahren investiert werden: etwa in Kitas und Ganztagsschulen, in Schlüsseltechnologien, Unternehmensgründungen, eine Entschuldung der Kommunen und eine Umstiegsprämie für Menschen, die vom Auto auf Fahrrad, Bus und Bahn wechseln. Ziel müsse ein digitaler, ressourcen- und klimaschonender Umbau der Industrienation sein, teilt das Institut mit. Die Bundesregierung plant, die Wirtschaft in der Krise bis 2021 mit 130 Milliarden Euro anzukurbeln. 

Ein Angestellter im portugiesischen Autowerk von Volkswagen Autoeuropa in Palmela. Foto: Hugo Amaral/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

09:16
11.06.2020
Die Auswirkungen der Krise dürften die Bilanzen der weltgrößten Autokonzerne im zweiten Quartal noch weitaus schlimmer abstürzen lassen als bisher. Die Branchenexperten des Beratungsunternehmens EY gehen in einer aktuellen Analyse davon aus, dass die Mehrzahl der großen Hersteller im Juli rote Zahlen präsentieren muss. "Gerade Unternehmen, die vor allem auf dem europäischen Markt engagiert sind, wird es im zweiten Quartal hart treffen, denn hier war der Absturz besonders massiv", sagt der Leiter des Bereichs Automotive & Transportation bei EY, Constantin M. Gall.
Schon in den ersten drei Monaten des Jahres hat die Krise riesige Löcher in die Kassen gerissen. Zusammengenommen verbuchten die größten Hersteller im operativen Geschäft nur noch rund 7,5 Milliarden Euro Gewinn, wie EY in seiner regelmäßigen Branchenanalyse berechnet hat. Das ist ein Einbruch um mehr als die Hälfte im Vergleich zum ersten Quartal 2019 und der niedrigste Stand seit 2009. Die Verkaufszahlen gingen um 21 Prozent zurück, der Umsatz immerhin nur um 9 Prozent.