Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert die geplante Rückkehr zum Schulbetrieb ohne Abstandsregeln. Die Bildungsgewerkschaft fordert einen "runden Tisch, an dem Politik, Gewerkschaften, Eltern- und Schülervertretungen sowie Mediziner zusammenkommen und über Lösungswege entscheiden". Dabei müssten die Interessen aller an Schule Beteiligten berücksichtigt werden. In allen Branchen gelte weiterhin die Abstandspflicht von 1,5 Metern. Dazu komme die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften. In den Schulen sollten die Schutzmaßnahmen aber aufgegeben werden, erklärt GEW-Vorstandsmitglied Ilka Hoffmann.
Die Präsidentin der Kultusminister-Konferenz (KMK), die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig, hatte sich für ein Ende der Abstandsregeln an den Schulen ausgesprochen (wir berichteten). Experten hätten ihr gesagt, man könne es jetzt langsam verantworten, auf die Abstandsregel zu verzichten.