Der Bonner Virologe Hendrick Streeck steht dem Nutzen der von der Bundesregierung geplanten Corona-App skeptisch gegenüber. Sie käme "bisschen spät", sagt er der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Vor allem wisse man nicht, "ob sie überhaupt etwas dazu beitragen kann, in Deutschland eine Pandemie zu kontrollieren". Die von der Bundesregierung lange geplante App für den Kampf gegen das Coronavirus soll in der kommenden Woche an den Start gehen.
Streeck sieht auch den Nutzen massenhafter Corona-Tests angesichts der hohen Kosten kritisch. Bei 400.000 Tests pro Woche bedeute dies eine Stange Geld. "Wenn dann noch systematisch gescreened werden soll, wird es noch mehr. Wenn wir nur 1 positives Ergebnis auf 100 Tests sehen, fragt sich ja, ob das noch lohnt."