Letztes Update:
20210102013048

15:08
11.06.2020
UPDATE | Für 29 europäische Länder wird die weltweite Reisewarnung für Touristen an diesem Montag zwar aufgehoben und für zwei weitere wenige Wochen später. Für mehr als 160 Staaten soll sie aber zunächst bis zum 31. August verlängert werden. Das beschloss heute das Kabinett. Bundesaußenminister Heiko Maas macht aber klar, dass es auch da noch Ausnahmen geben könnte - zum Beispiele für beliebte Urlaubsländer wie die Türkei, die bereits den Flugverkehr nach Deutschland wieder aufgenommen hat. Dazu würden nun Gespräche geführt. "Wir werden das Woche für Woche überprüfen."
Der SPD-Politiker betont auch, dass die Reisewarnungen und Reisehinweise der Bundesregierung nur eine Empfehlung und keine Vorschrift seien. "Die Verantwortung für eine Reise, die trägt jeder selbst. Selbst eine Reisewarnung ist ja kein Reiseverbot." Egal wohin es gehe, gelte: "Genießen Sie Ihren Sommerurlaub, aber genießen Sie Ihn mit Vorsicht und genießen Sie Ihn in Verantwortung."

17:53
09.06.2020
Der Flüchtlingsrat Thüringen fordert  vor der Innenministerkonferenz wegen der Pandemie die Unterbringung von Flüchtlingen in Einzelunterkünften. Besonders in den Erstaufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften seien die notwendigen Infektionsschutzmaßnahmen nur schwer umzusetzen, heißt es in einem in Erfurt verbreiteten Forderungskatalog an die Innenminister der Länder. Die Innenministerkonferenz kommt in der nächsten Woche in Erfurt zusammen. Die Wohnverhältnisse in den Unterkünften böten keinen hinreichenden Schutz vor Infektionen, heißt es. 
Pro Asyl und die Flüchtlingsräte warnen schon länger vor erhöhten Risiken für die Bewohner der Unterkünfte. Kommt es zu einer Corona-Infektion in einer Flüchtlingsunterkunft, ist einer Studie zufolge das Risiko einer Ansteckung im Schnitt etwa so hoch wie auf einem Kreuzfahrtschiff. 

17:10
09.06.2020
Berlin und Brandenburg kündigen die Rückkehr zum Normalbetrieb in Kindertagesstätten an, Brandenburg auch in den Schulen. In Niedersachsen ist nach Worten des zuständigen Ministers ein "Quasi-Regelbetrieb" in Kitas in Sicht. Die Berliner Kitas sollen noch vor den Sommerferien wieder komplett öffnen, wie der Senat nun entschied. Eltern sollen ab dem 22. Juni wieder einen vollen Betreuungsanspruch für Kinder haben. In der Woche ab dem 15. Juni beginne die Rückkehr in den Regelbetrieb, sagt Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) in Berlin. Derzeit haben viele Eltern nur einen Anspruch auf eine Halbtagsbetreuung.
In Brandenburg sollen Kitas ab Montag ihren Normalbetrieb wieder aufnehmen, die Schulen nach den Sommerferien am 10. August. Das kündigt Landesjugendministerin Britta Ernst (SPD)  in Potsdam an und verwies auch auf eine geringe Zunahme der Infektionen. Die Kita-Öffnung solle am Freitag endgültig beschlossen werden. In Schulen werde der Mindestabstand keine Rolle mehr spielen. In Niedersachsen sollen Kita-Kinder ab 22. Juni wieder bis hin zur normalen Stundenzahl betreut werden. Es könne aber zu Einschränkungen im zeitlichen Umfang kommen, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) in Hannover.