Die Krise hat laut einer Studie zu mehr Vereinsamung in Deutschland geführt, vor allem bei Frauen und jüngeren Menschen. Die Lebenszufriedenheit und das Wohlbefinden der Menschen in Deutschland änderten sich laut Deutschem Institut für Wirtschaftsforschung allerdings kaum. Die Bevölkerung habe eine beachtliche psychische Widerstandskraft. "Ob dies auch bei langanhaltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Freiheitsrechte weiter so sein wird, kann aktuell noch nicht abgesehen werden", schreiben die Autoren Theresa Entringer und Hannes Kröger. Für die Studie wurden die Daten von rund 3600 Befragten ausgewertet.
Frauen und junge Menschen seien zwar nicht in Bezug auf die Krankheit Covid-19, sehr wohl aber in Bezug auf die sozialen Folgen der Pandemie eine Risikogruppe, die man weiter beobachten müsse. Als überraschend werten die Autoren, dass sich die Menschen während des Lockdowns seltener große Sorgen um ihre Gesundheit machten und insgesamt zufriedener mit ihrer Gesundheit seien als in den Jahren zuvor. Der Anteil der Befragten, der angibt, sich große Sorgen um seine Gesundheit zu machen, sei von 19 Prozent im Jahr 2019 auf zehn Prozent im April 2020 gesunken.