Letztes Update:
20210102013048

03:25
09.06.2020
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat angesichts der jüngsten Massendemonstrationen strengere Regeln gefordert, um eine zweite Corona-Welle zu verhindern. "Solche Demonstrationen sind ein Sargnagel für die noch bestehenden Regeln", sagt Lauterbach dem Tagesspiegel. Durch die lauten Sprechchöre seien Unmengen an Aerosolen auf engem Raum verteilt worden.
"Für den Kampf gegen das Virus wäre es besser, nur mit Plakaten und Bannern zu demonstrieren." Lauterbach betonte das Demonstrationsrecht, kritisiert aber: "Viel zu viele Leute, zu wenige Masken, zu wenig Abstand - das ideale Super-Spreading-Event!"

Archivfoto: Johannes Schmitt-Tegge/dpa

03:03
09.06.2020
Die nächste Generaldebatte der UN-Vollversammlung soll wegen der Pandemie erstmals ohne die Anwesenheit der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten stattfinden. Weil es im September wahrscheinlich nach wie vor Reisebeschränkungen gebe, wäre es den Staats- und Regierungschefs der 193 Mitgliedstaaten und ihren Delegationen nicht möglich, nach New York zu reisen, sagt der Präsident der UN-Vollversammlung, Tijjani Muhammad-Bande.
"Wir wollen die Generaldebatte wie geplant abhalten, aber wir können es nicht vor Ort machen wie in den vergangenen 74 Jahren." Wie die Generaldebatte stattdessen genau ablaufen soll, müsse nun noch abgesprochen werden, sagte Muhammad-Bande weiter. Er hoffe, dass die Details in den kommenden zwei Wochen von den Mitgliedsstaaten abschließend geklärt werden könnten.

00:23
09.06.2020
Online-Plattformen wie Facebook und Twitter sollen ihren Kampf gegen Desinformationen in der Corona-Krise nach Ansicht der EU-Kommission transparenter machen. Die Brüsseler Behörde dringt in Leitlinien darauf, dass die Netzwerke künftig monatlich über ihre Bemühungen berichten. Das Papier, über das auch das "Handelsblatt" berichtet, liegt der Deutschen Presse-Agentur im Entwurf vor. 
Die EU-Kommission fordert die Netzwerke auch dazu auf, Faktencheckern und Wissenschaftlern deutlich mehr Zugang zu gewähren. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell und die Vize-Kommissionschefin Vera Jourova wollen das Papier am Mittwoch vorstellen.