In Bulgarien soll es ab 15. Juni nach den Plänen der Regierung keine obligatorischen Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus mehr geben. Das jetzt in geschlossenen öffentlichen Räumen vorgeschriebene Tragen von Mund-Nasen-Masken soll dann freiwillig werden. Das Händewaschen und die physische Distanz sollen auch künftig empfohlen bleiben. Der vor 100 Tagen formierte Corona-Krisenstab wird seine Arbeit aufrechterhalten, die täglichen Auftritte vor der Presse aber einstellen. "Diese ständigen Einschaltungen des Stabs schaffen ein Gefühl des Unbehagens", erklärt Regierungschef Boiko Borissow bei der letzten Pressekonferenz des Gremiums.
Das südosteuropäische Bulgarien ist relativ wenig von der Pandemie betroffen. Bei einer Bevölkerung von knapp sieben Millionen Menschen gab es bislang insgesamt 2585 Corona-Infektionen. 147 Patienten starben nach einer Ansteckung.