Die panafrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC stellt den Kampf gegen Corona auf eine neue Basis. Eine mit Industriepartnern und staatlichen Institutionen gegründete Initiative, Partnership to Accelerate Covid-19 Testing (PACT) genannt, soll nationale Anstrengungen der afrikanischen Länder koordinieren und bestehende Kapazitäten ausbauen. "Das ändert völlig die bisherige Dynamik", sagt John Nkengasong, der Leiter des zur Afrikanischen Union (AU) gehörenden Africa CDC. So sollen 100.000 Gesundheitsmitarbeiter ausgebildet werden und eine Million Sozialarbeiter zum Einsatz kommen.
Die Institution stützt sich dabei unter anderem auf Erfahrungen aus dem Kampf gegen HIV/Aids. Bisher gibt es auf dem Kontinent laut Nkengasong im Schnitt 5400 Corona-Nachweise pro Tag. In den kommenden Monaten seien 10 Millionen Tests geplant. "Unsere Fähigkeit zum Testen beschleunigt sich sehr schnell." Damit dürften demnächst auch die Fallzahlen steigen. In Afrika gibt es derzeit etwa 158.000 bestätigte Corona-Nachweise sowie rund 4500 Tote. Die Dunkelziffer nicht erfasster Fälle dürfte Experten zufolge hoch sein.