Letztes Update:
20210102013048

15:12
03.06.2020
Belgien öffnet Mitte Juni seine Grenzen für Urlauber aus Deutschland sowie 30 anderen europäischen Staaten. Bereits kommenden Montag unternimmt das stark vom Virus getroffene Land große Schritte in Richtung Normalität. So dürfen nach fast dreimonatiger Zwangspause Restaurants, Cafés und Bars wieder öffnen - allerdings unter Einhaltung strikter Regeln und nur bis 1 Uhr nachts. Belgierinnen und Belgier dürfen sich dann zudem - abgesehen von ihrem eigenen Haushalt - mit bis zu zehn verschiedenen Personen in der Woche treffen. Bislang durfte man sich nur mit vier Menschen - immer den gleichen - treffen.

14:58
03.06.2020
Die Verhandlungen über das milliardenschwere Konjunkturprogramm in der Corona-Krise werden für die Spitzen der schwarz-roten Koalition zur Geduldsprobe. Auch am zweiten Tag ringen Union und SPD im Kanzleramt noch um entscheidende Knackpunkte wie Kaufprämien für Autos und Zuschüsse für Familien. Bislang zeichnet sich noch kein Durchbruch ab. Teilnehmer rechnen damit, dass die Gespräche sich erneut bis in die Nacht ziehen könnten, und berichten von längeren Pausen, in denen Union und SPD getrennt voneinander berieten.

Foto: Swen Pförtner/dpa

14:48
05.06.2020
UPDATE |  Nach einem Corona-Ausbruch in Göttingen müssen zahlreiche Schulkinder für zwei Wochen in Quarantäne. Nach einer aktuellen Berechnung seien "etwas weniger als hundert" Kinder und Jugendliche betroffen, sagt Sozialdezernentin Petra Broistedt (SPD) am Abend. Zunächst hatte ein Stadtsprecher von möglicherweise mehreren Hundert Betroffenen gesprochen. In Quarantäne kommen die Schülerinnen und Schüler, die Kontakt mit Kindern hatten, die sich in Folge von Regelverstößen bei Privatfeiern von Großfamilien zum muslimischen Zuckerfest mit dem Virus infiziert haben, sagt Broistedt. Unter den bisher insgesamt 120 Infizierten im Zusammenhang mit den Feiern sind 39 Schülerinnen und Schüler. Von diesen sei wegen der allgemeinen Beschränkungen aber nur ein Teil in der Schule gewesen, sagt Broistedt.
Unterdessen hat die Stadt mit einem dreitägigen Massentest in dem Hochhauskomplex begonnen, der als Schwerpunkt des Ausbruchs gilt. Daran hätten sich am ersten Tag knapp 220 Bewohner beteiligt. Die Menschen seien sehr kooperativ gewesen, sagt ein Verwaltungssprecher.  In dem Wohnkomplex sind nach Angaben der Stadt rund 600 Menschen gemeldet. Die Behörden vermuten allerdings, dass dort noch sehr viel mehr Personen leben. Wie sichergestellt werden kann, dass auch die nicht gemeldeten Bewohner zum Test erscheinen, blieb offen. Unabhängig davon wurden am Freitag in Göttingen auch rund 250 Bewohner und Mitarbeiter eines Altenheims getestet, nachdem sich ein Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert hatte.