Aus der Fraktion der Linken im Bundestag kommt Kritik am Vorschlag von Parteichef Bernd Riexinger für eine Zusammenlegung von Deutscher Bahn und Lufthansa. Er halte diese Forderung für abwegig, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Klaus Ernst, der dpa. "Die Beschäftigten haben berechtigte Sorge, wie es nach Corona mit ihren Jobs weiter geht. Es wäre die erste Fusion, in der hinterher nicht deutlich weniger Arbeitsplätze übrig blieben als vorher vorhanden waren."
Kritik kam auch vom industriepolitischen Sprecher der Fraktion, Alexander Ulrich. Die Linke müsse sich in der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte darauf konzentrieren, Einkommen und Beschäftigung zu sichern. "Dazu fordern wir etwa die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes, dauerhafte Gehaltserhöhungen in Kranken- und Pflegeberufen sowie die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen."