Letztes Update:
20210102013048

18:09
02.06.2020
UPDATE | Infolge von privaten Feiern zum muslimischen Zuckerfest haben sich in Göttingen mittlerweile 80 Personen nachweislich infiziert. Der Schwerpunkt des Ausbruchs liege in einer Wohnanlage am nördlichen Innenstadtrand, sagt Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD): "Es sind dort mehrere große Familienverbände - nicht einer, sondern mehrere - Verursacher dieser Situation." Laut der Stadt befinden sich aktuell 230 Menschen in Stadt und Landkreis Göttingen sowie 140 im restlichen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in Quarantäne. Bei den Feiern kam es laut dem Oberbürgermeister zu Verstößen gegen Hygiene- und Abstandsregeln. Es habe "private Begrüßungen und Feierlichkeiten" gegeben, sagt Köhler. In diesem Kontext habe eine Shisha-Bar "eine nicht unwesentliche Rolle" gespielt. Dort sollen mehrere Personen mit einem Mundstück geraucht haben.
Die Behörden sprechen von einem "uneinsichtigen, unverantwortlichen Verhalten einzelner". Die Familien hätten sich nicht kooperativ gezeigt. Nach einer Aufforderung über Pfingsten, zu Tests zu kommen, seien zunächst nur 16 Personen erschienen. Gegen eine Person, die die Quarantäne trotz mehrfacher Ansprache gebrochen habe, habe man eine richterliche Anordnung erwirkt. Die meisten Infizierten wiesen bisher leichte Symptome auf. Nur eine Person sei in stationärer Behandlung. Weil auch 24 Kinder unter den Infizierten sind, will die Stadt alle Göttinger Schulen und einige im Landkreis diese Woche schließen. Auch vier Kitas bleiben zu. Zudem wolle man in dem betroffenen Wohnblock alle Bewohner testen. Dabei handele es sich um bis zu 700 Personen.

17:42
02.06.2020
Die türkische Regierung und der TÜV Süd haben sich auf eine Zusammenarbeit zur Sicherung von Hotels und Restaurants gegen das Coronavirus geeinigt. Mitarbeiter würden nun ausgewählte Unternehmen regelmäßig überprüfen und damit einen "wichtigen Beitrag zur Hygiene" leisten, sagt eine TÜV-Sprecherin. An dem "Programm für sicheren Tourismus" der türkischen Regierung können sich Gastronomen und Hotels freiwillig beteiligen und so bei Urlaubern um Vertrauen werben.

Blick auf das Bundeskanzleramt. Foto: Michael Kappeler/dpa