Letztes Update:
20210102013048

11:52
02.06.2020

Eine Demonstration mit Tausenden Teilnehmern im Zentrum von Amsterdam zieht in den Niederlanden scharfe Kritik wegen massenhaften Verstoßes gegen die Corona-Abstandsregeln auf sich. Bei der Anti-Rassismus-Kundgebung als Reaktion auf den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA standen die Teilnehmer am Montag dicht an dicht auf dem Dam, dem zentralen Platz in Amsterdam vor dem Königlichen Palast. Vertreter aller an der niederländischen Regierung beteiligten Parteien kritisierten, die Bilder von dem Gedränge würden ein verheerendes Signal ins Land senden.

Die grüne Bürgermeisterin von Amsterdam, Femke Halsema, die selbst bei der Demo mit dabei war, sieht sich mit massiven Vorwürfen konfrontiert. Sie hatte zugegeben, nicht mit einem solchen Zustrom gerechnet zu haben. Die Polizei hätte die Kundgebung nur "mit harter Hand" auflösen können, sagte sie. "Ich fand, dass das nicht zu verantworten war."

11:01
02.06.2020

Bei Tests von fast zehn Millionen Bürgern in Wuhan sind 300 asymptomatische Infektionen mit dem Coronavirus entdeckt worden. Die angesteckten Personen und 1174 enge Kontaktpersonen seien isoliert worden und stünden unter medizinischer Beobachtung, erklärten die Behörden nach Angaben der Staatsmedien.

Den Anteil der Infizierten ohne Symptome an der Bevölkerung beschrieben die Experten als äußerst gering. Auch seien keine Ansteckungen durch diese Personen festgestellt worden. Die Tests waren seit Mitte Mai über zwei Wochen vorgenommen worden.

In der zentralchinesischen Metropole war das Sars-CoV-2-Virus im Dezember zuerst entdeckt worden. Die Stadt war in China am stärksten vom Ausbruch des Erregers betroffen.

Foto: Vincent Bruckmann/dpa

10:58
02.06.2020

Nach einer Demonstration auf dem Wasser mit Hunderten Booten trotz Corona-Beschränkungen hat Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci scharfe Kritik geäußert. "Ich bin entsetzt über die Bilder vom Wochenende in Berlin. Party und Pandemie passt überhaupt nicht", so die SPD-Politikerin.

Am Pfingstsonntag waren bei der Versammlung "Für die Kultur - Alle in einem Boot" bis zu 400 Boote von der Spree über den Landwehrkanal nach Berlin-Kreuzberg gezogen. Die Veranstalter wollten nach eigenen Angaben auf die Bedrohung der Clubkultur aufmerksam machen, nachdem die Clubs seit Wochen nicht mehr öffnen dürfen.

Laut der Polizei hielten sich bis zu 1500 Menschen jeweils auf dem Wasser und an Land auf. Im Polizeibericht hieß es, der Veranstalter habe die Versammlung "aufgrund der nicht eingehaltenen Abstände zueinander und von Beschwerden über zu laute Musik" abgebrochen.