In der afghanischen Hauptstadt Kabul haben die Behörden die Arbeit eines umstrittenen Kräuterheilers untersagt, der mit einem angeblichen Wundermittel gegen das Coronavirus wirbt. Viele Menschen kämen zwar weiter zu einer Klinik im Zentrum Kabuls, wie der Direktor der Gesundheitsbehörde sagt. Die Behörde hatten das Mittel jedoch gestern beschlagnahmt, um die Inhaltsstoffe zu untersuchen.
Der Mann behauptet, ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus gefunden zu haben. Darüber war in den Medien Afghanistans eine Kontroverse entfacht. Ärzte und Behördenvertreter warfen ihm vor, falsche Hoffnungen zu wecken. Laut Medienberichten versammelten sich in der Hoffnung auf eine Behandlung Hunderte Menschen vor der Klinik. In Afghanistan sind derzeit nur 15.750 Infektionen bekannt, da wenig getestet wird. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen.