Letztes Update:
20210102013048

12:17
01.06.2020
In der afghanischen Hauptstadt Kabul haben die Behörden die Arbeit eines umstrittenen Kräuterheilers untersagt, der mit einem angeblichen Wundermittel gegen das Coronavirus wirbt. Viele Menschen kämen zwar weiter zu einer Klinik im Zentrum Kabuls, wie der Direktor der Gesundheitsbehörde sagt. Die Behörde hatten das Mittel jedoch gestern beschlagnahmt, um die Inhaltsstoffe zu untersuchen.
Der Mann behauptet, ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus gefunden zu haben. Darüber war in den Medien Afghanistans eine Kontroverse entfacht. Ärzte und Behördenvertreter warfen ihm vor, falsche Hoffnungen zu wecken. Laut Medienberichten versammelten sich in der Hoffnung auf eine Behandlung Hunderte Menschen vor der Klinik. In Afghanistan sind derzeit nur 15.750 Infektionen bekannt, da wenig getestet wird. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen. 

11:38
01.06.2020
Die Pandemie hat die Versorgung von anderweitig Kranken weltweit schwer beeinträchtigt, wie aus einer Umfrage der Weltgesundheitsorganisation im Mai in 155 Ländern hervorgeht. Demnach mussten 31 Prozent der Länder die Versorgung bei akuten Herz-Kreislauf-Problemen einschränken oder ganz unterbrechen. 42 Prozent beschnitten die Versorgung bei Krebspatienten, 49 Prozent bei Diabetes-Patienten und mehr als die Hälfte konnte die Versorgung bei Menschen mit Bluthochdruck nicht wie sonst aufrechterhalten. Reha-Programme wurden in 63 Prozent der Länder zurückgefahren. Vorsorgeprogramme, etwa zur Erkennung von Brustkrebs, waren auch betroffen. Besonders stark waren die Einschnitte in Ländern mit niedrigen Einkommen.

Abstand halten: Ein Hinweisschild in Sluis an der niederländisch-belgischen Grenze. Foto: Nicolas Maeterlinck/BELGA/dpa

11:10
01.06.2020
Nach zehn Wochen darf man in den Niederlanden wieder Restaurants, Museen und Kinos besuchen. Um 12 Uhr öffneten auch Cafés, Theater und Strandpavillons unter Auflagen wieder die Türen. Gastwirte, aber auch Kultureinrichtungen dürfen jeweils nur 30 Gäste empfangen. Diese müssen eineinhalb Meter Sicherheitsabstand halten. Alle Besucher, auch von Museen und Kneipen, müssen vorab reservieren. Im öffentlichen Nahverkehr muss nun ein Mundschutz getragen werden. Bürger mit Beschwerden können sich künftig ohne Überweisung testen lassen. Ab Juli sollen Restaurants, Cafés und kulturelle Einrichtungen jeweils bis zu 100 Besucher empfangen dürfen.