Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will beim Umgang mit der Pandemie keine Ängste schüren. "Jetzt vor einer zweiten Welle zu warnen, die dann gar nicht kommt – das fände ich schwierig", sagte der Linken-Politiker dem Spiegel. Auch über eine dritte zu sprechen, während die Hälfte der Landkreise null Infektionen habe, "das würde mir doch niemand mehr glauben". Angst sei kein guter Ratgeber ist.
Er wundere sich, "wie es mancher Verschwörungsunsinn bis in den eigenen Freundeskreis schafft". Eine Erklärung sei, dass es nie zuvor solche Beschränkungen gegeben habe. "Die Zumutung, diesen Lockdown aushalten zu müssen, ist riesengroß." Ihn mache es aber fassungslos, bei manchen Demonstrationen den Davidstern zu sehen. Diesen Antisemitismus sei für ihn abstoßend.