Letztes Update:
20210102013048

16:46
28.05.2020

Nach mindestens zwei Coronavirus-Übertragungen von Nerzen auf Menschen in Zuchtbetrieben haben die Niederlande den Transport der Pelztiere im Land vorläufig verboten. Für alle Zuchtfarmen wurde zudem ein Besuchsverbot der Ställe verhängt und extra Hygiene-Vorschriften erlassen, teilte das Landwirtschaftsministerium in Den Haag mit. Mitarbeiter auf Farmen sollten sich bei Corona-Symptomen auch testen lassen.

Zur Zeit wird untersucht, wie viele Tiere auf den Farmen infiziert sind und ob es dauerhafte Ansteckungsherde gibt. Die Landwirtschaftsministerin schließt nicht aus, dass bei einem großen Befall von Farmen auch Tiere getötet würden. Nach einem Gerichtsbeschluss müssen die rund 150 Pelztierfarmen in den Niederlanden spätestens 2024 schließen.

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin. Foto: Christophe Gateau/dpa

16:31
28.05.2020

Eine heftige zweite Corona-Welle könnte nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten abgewendet werden. Er glaube so langsam, dass es eine Chance gebe, ohne Impfung glimpflich in Herbst und Winter zu kommen, "sprich: ohne eine tödliche neue zweite Welle, sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité im NDR-Podcast. Dafür sei es nötig, bei den jetzigen Maßnahmen nachzujustieren. Abzielen solle man dabei nach dem Vorbild Japans stark auf das frühe Erkennen sogenannter Superspreading-Events: Fälle, in denen ein Infizierter überdurchschnittlich viele weitere Menschen ansteckt.

Kontaktpersonen sollten dann ohne vorherige Diagnostik als infiziert betrachtet und isoliert werden, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Zeige sich zum Beispiel eine Infektion bei einem Lehrer, schaue man sich an, welche Klassen er zuletzt unterrichtete - diese Schüler müssten dann ein oder zwei Wochen zu Hause bleiben.

Die Warnstufe steht in Frankreich auf Grün - das medizinische Personal des Krankenhauses Robert Debré liegt am Boden - aus Protest. Sie fordern eine bessere Bezahlung und ein Umdenken in einem einstmals renommierten öffentlichen Gesundheitssystem, das mit Zehntausenden COVID-19-Patienten überfordert ist. Foto: Thibault Camus/AP/dpa