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Fordert Tests für Lehrer und Schüler: Susanne Lin-Klitzing. Foto: Maurizio Gambarini/dpa/Archiv

12:11
28.05.2020
UPDATE | In der Diskussion über eine weitere Öffnung der Schulen sieht der Bundeselternrat mittelfristig keine Möglichkeit für eine Rückkehr von allen Schülern in voller Klassenstärke. "Unterricht in voller Klassenstärke wird in den Schulen aufgrund der Platzverhältnisse in den Schulen nicht möglich sein und ist realitätsfremd", sagt der Bundesvorsitzende Stephan Wassmuth. Er spricht sich gegen regelmäßige Tests von Schülern aus. Diese böten nur eine Scheinsicherheit, griffen zu stark in die Persönlichkeitsrechte ein und mache diese "erneut zu Versuchskaninchen". 
Der Deutsche Philologenverband sieht das anders und fordert regelmäßige Tests für Schüler und Lehrer. "Vor jedem nächsten Schritt und bevor wieder mehr Unterricht stattfinden kann, müssen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Dazu gehören auch verfügbare Corona-Tests für Lehrer und Schüler, wenn die 1,50-Abstandsregel in den Klassenzimmern nicht mehr eingehalten werden kann", so die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing. Unklar ist weiterhin die Ansteckungsgefahr von Kindern. "Die Wahrheit ist, dass wir aktuell eine Studienlage haben, die keine echten Schlüsse zulässt", sagt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn der "Augsburger Allgemeinen". 

Feuriger Protest im Vorort Cerro Navia in Santiago. Foto: Francisco Castillo/Agencia Uno/dpa