Eltern schätzen die
Zufriedenheit ihrer Kinder in der Corona-Zeit
deutlich höher ein als ihre eigene. Das geht aus ersten Ergebnissen der Studie "KiCo" zum Familienalltag während der Pandemie hervor. An der Online-Befragung zwischen dem 24. April und 3. Mai 2020 nahmen bundesweit mehr als 25.000 Mütter und Väter teil, wie die Universität Hildesheim und die Goethe-Universität Frankfurt mitteilen.
Viele Eltern fühlen sich demnach
mit ihren Problemen allein gelassen. Der Aussage "Ich habe den Eindruck, dass meine Sorgen gehört werden" stimmten 31,9 Prozent gar nicht und 29 Prozent kaum zu. Gut ein Drittel der Mütter und Väter gab an, seit der Corona-Krise
größere Geldsorgen zu haben. Sie beklagten zudem die
Doppelbelastung von Job und Kinderbetreuung sowie
fehlende Rückzugsmöglichkeiten zu Hause. Eine Gruppe habe allerdings die zurückliegenden Wochen als schöne Zeit bewertet und von Entschleunigung, weniger Freizeitstress und neuen Freiheiten der Kinder berichtet.