Letztes Update:
20210102013048

11:32
27.05.2020
Wer bereits einen Gutschein für eine in der Corona-Krise geplatzte Pauschalreise akzeptiert hat, soll diesen nach dem Willen der Bundesregierung zurückgeben können. Das geht aus einem vom Kabinett beschlossenen Gesetzentwurf hervor, mit dem sich nun der Bundestag befassen wird. 

Bereits in der vergangenen Woche hatte das Kabinett Eckpunkte der neuen Regelungen beschlossen. Demnach sollen Pauschalreisende ihr Geld zurückverlangen können, wenn der Urlaub wegen der Pandemie ausfällt. Eine ursprünglich geplante Gutscheinpflicht, die helfen sollte, Insolvenzen zu vermeiden, soll es nicht geben. Verbraucher können aber freiwillig einen Gutschein wählen, dessen Wert auch dann staatlich abgesichert ist, wenn Anbieter Pleite gehen. 

"Basis für die Diskussion über die Aufhebung von Reisewarnungen sollte das tatsächliche Infektionsgeschehen sein – und nicht innenpolitische Überlegungen": Norbert Fiebig. Foto: Carsten Koall/dpa 

11:27
27.05.2020
Die deutsche Reisebranche mahnt eine schnelle Entscheidung über einen Neustart des Tourismus in Europa an. Auf innenpolitischen Druck aus Bayern habe das Bundeskabinett die Diskussion über die Aufhebung der weltweiten Reisewarnung vertagt, kritisiert der Reiseverband DRV. CSU-Chef Markus Söder hatte gefordert, über Lockerungen für Urlaubsreisen solle kommende Woche beraten und diskutiert werden. "Die Anzahl der aktiv Infizierten ist im in Österreich, Kroatien und Griechenland zusammengenommen geringer als im Bundesland Bayern", sagt DRV-Präsident Norbert Fiebig.   
Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will sich das Kabinett am 3. Juni mit einem Eckwertepapier befassen, das als Gesprächsgrundlage für eine Einigung mit den Urlaubsländern auf Regeln für einen Infektionsschutz dienen soll. Vorgesehen ist auch, die generelle Reisewarnung für 31 Länder in Europa aufzuheben und mit Reisehinweisen zu ersetzen, die an die Lage angepasst sind.

Auch dieser Drehorgelspieler in Warschau kann künftig seinen Mundschutz zuhause lassen. Foto: Leszek Szymanski/PAP/dpa