Letztes Update:
20210102013048

16:10
26.05.2020
Frankreich will die heimische Autobranche mit einem Hilfspaket von mehr als acht Milliarden Euro stützen. Davon werde über eine Milliarde Euro eingesetzt, um die Nachfrage anzukurbeln, so Staatschef Emmanuel Macron nach einem Besuch des Zulieferers Valéo. "Es gibt 400.000 unverkaufte Fahrzeuge", sagt der Staatschef.

Die Corona-Krise und die Ausgangsbeschränkungen im Land hatten der Branche einen dramatischen Absatzeinbruch beschert. Macron kündigt an, dass staatliche Anreize für den Kauf von Neuwagen erhöht werden. Sol solle die Hilfe für den Kauf eines E-Autos auf 7.000 Euro steigen - bisher sind es 6.000 Euro.  

"Die Steuererhöhung wird uns voll treffen": Reiner Holznagel. Foto: Britta Pedersen/dpa/Archiv

03:14
28.05.2020
UPDATE | Der Bund der Steuerzahler kritisiert den Plan der EU-Kommission für ein europäisches Konjunkturprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro scharf. "In letzter Konsequenz haben wir eine Vorstufe von gemeinschaftlichen Schulden", so Verbandspräsident Reiner Holznagel im Gespräch mit dem Portal t-online.de. Er spricht von einer Vernebelung der Tatsachen und einem Weichklopfen von Steuergeldern. Besser wäre zunächst eine "knallharte Bedarfsanalyse" der EU-Staaten, ehe Geld aus Brüssel fließt. 
Gestern hatte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen angekündigt, 750 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung Europas zu mobilisieren. Die Corona-Krise erfordere heute Investitionen in beispiellosem Ausmaß, so von der Leyen. "Aber wir müssen das so angehen, dass die nächste Generation morgen davon profitiert." Sie sprach von einem "entscheidenden Moment" für ihre Generation. Insgesamt sollen 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite fließen.