UPDATE | Thüringen hält sich bei neuen Kontaktbeschränkungen einen Sonderweg offen. Das Land habe Vorschlägen des Bundes zugestimmt, gleichzeitig aber eine Protokollerklärung abgegeben, die ein Abweichen ermögliche, so Staatssekretär Malte Krückels. In der Erklärung heißt es u.a., Thüringen behalte sich vor, "abweichende Regelungen für den Aufenthalt im öffentlichen Raum ... zu beschließen, sofern dies das Infektionsgeschehen zulässt". Zu den Vorschlägen des Bundes gehört, dass sich maximal zehn Menschen in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Diese Kontaktbeschränkung soll bis 29. Juni verbindlich bleiben.
Laut Ministerpräsident Bodo Ramelow will das Land schrittweise aus dem "Krisenmodus in den Regelmodus übergehen", wie er heute Nachmittag sagte. Ramelow bezeichnet die bisher vom Land erlassenen Allgemeinverfügungen als "Noteingriffe" in das Leben der Menschen und die Wirtschaft, die nur mit einer hohen Zahl an Infektionen begründbar seien. Für eine Allgemeinverordnung gebe es nur noch Bedarf, "um Hygienekonzepte vorzuschreiben". Allerdings soll nach seinen Angaben weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden - wie etwa im öffentlichen Nahverkehr. Weiterhin durchgehalten werden solle der Mindestabstand von 1,5 Metern.