Letztes Update:
20210102013048

17:28
26.05.2020
UPDATE | Thüringen hält sich bei neuen Kontaktbeschränkungen einen Sonderweg offen. Das Land habe Vorschlägen des Bundes zugestimmt, gleichzeitig aber eine Protokollerklärung abgegeben, die ein Abweichen ermögliche, so Staatssekretär Malte Krückels. In der Erklärung heißt es u.a., Thüringen behalte sich vor, "abweichende Regelungen für den Aufenthalt im öffentlichen Raum ... zu beschließen, sofern dies das Infektionsgeschehen zulässt". Zu den Vorschlägen des Bundes gehört, dass sich maximal zehn Menschen in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Diese Kontaktbeschränkung soll bis 29. Juni verbindlich bleiben. 
Laut Ministerpräsident Bodo Ramelow will das Land schrittweise aus dem "Krisenmodus in den Regelmodus übergehen", wie er heute Nachmittag sagte. Ramelow bezeichnet die bisher vom Land erlassenen Allgemeinverfügungen als "Noteingriffe" in das Leben der Menschen und die Wirtschaft, die nur mit einer hohen Zahl an Infektionen begründbar seien. Für eine Allgemeinverordnung gebe es nur noch Bedarf, "um Hygienekonzepte vorzuschreiben". Allerdings soll nach seinen Angaben weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden - wie etwa im öffentlichen Nahverkehr. Weiterhin durchgehalten werden solle der Mindestabstand von 1,5 Metern. 

Noch vor zwei Jahren war dies der gewohnte Anblick vom  Strand von El Arenal auf der Balearen-Insel Mallorca. Foto: Clara Margais/dpa

14:18
26.05.2020
UPDATE | Die Bundesregierung will den Weg frei machen für grenzüberschreitenden Sommerurlaub in Europa. Die weltweite Reisewarnung für Touristen soll ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufgehoben werden, wenn die weitere Entwicklung der Pandemie es zulässt. So soll das Reisen in die EU-Mitgliedstaaten, in Schengen-assoziierte Staaten, in das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland erlaubt sein, soweit es die Lageentwicklung, heißt es in einem Eckpunktepapier, dass der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 
Im Mittelpunkt: gemeinsame Kriterien, die dann mit den Urlaubsländern abgestimmt werden müssen. So gilt eine mit der Situation in Deutschland vergleichbare Infektionslage - genannt sind in dem Papier 50 Fälle pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten sieben Tagen - als eine Voraussetzung. Das ist auch in Deutschland die Alarmschwelle. Ferner werden "tragfähige Konzepte" für den Infektionsschutz - Gesundheitsprotokolle in Hotels und Pensionen mit Abstandsregeln, einer "Atemwegsetikette", Masken, Belüftung und Desinfektion, aber auch ausreichend Behandlungsplätze für Einheimische und Touristen und Test-Kapazitäten gefordert.