Letztes Update:
20210102013048

17:21
25.05.2020
Nach dem kritischen Bericht des Journals "The Lancet" über die Wirkung der Malaria-Arznei Hydroxychloroquin bei Covid-19-Erkrankten setzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tests mit dem Medikament vorerst aus. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagt, das zunächst möglichst viele Daten zu diesem und dem ähnlichen Wirkstoff Chloroquin ausgewertet werden sollen. Die Tests fanden bisher im Rahmen einer von der WHO geführten internationalen Forschung statt. Dabei soll herausgefunden werden, ob verschiedene Medikamente gegen Malaria, HIV, Ebola und Multiple Sklerose einen Effekt gegen Covid-19 haben.
US-Präsident Donald Trump hatte Chloroquin wiederholt als Wundermittel gepriesen. Zuletzt sorgte er für Aufregung mit der Aussage, er nehme das Medikament prophylaktisch ein, um sich vor dem Virus zu schützen. Die Hoffnung, dass die Mittel zur Behandlung von Covid-19 geeignet sein könnten, beruhen bisher nur auf Zellversuchen und einigen kleineren Studien. Derzeit laufen zahlreiche klinische Studien, in denen die Wirksamkeit genauer geprüft wird. 

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archiv

16:53
25.05.2020
In der Diskussion um mögliche Corona-Lockerungen in einzelnen Bundesländern warnt Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans vor einem "Spiel mit dem Feuer". Es sei "ganz wichtig", dass es "auch zwischen Bundesregierung und Landesregierungen einen Grundkonsens darüber gibt, worauf es ankommt, um die Pandemie zu bekämpfen", so Hans im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. 

Solange es keinen Impfstoff oder keinen Wirkstoff gebe, gelte für ihn: "Abstandsregeln und Hygieneregeln in verstärkter Form müssen eingehalten werden." Man könne "über vieles diskutieren, auch über regional unterschiedliche Herangehensweisen". Aber "gewisse Grundregeln" wie der Mindestabstand von 1,50 Metern oder das Tragen eines Mundschutzes müsse weiterhin Bestand haben, das dürfe man nicht infrage stellen.