Letztes Update:
20210102013048

12:09
25.05.2020
An der Medizinischen Universität Wien ist eine Lungentransplantation bei einer Corona-Erkrankten geglückt. Nach Angaben der Universität handele es sich um die erste Covid-19-Lungentransplantation überhaupt in Europa. Der Eingriff sei dringend notwendig gewesen, die 45 Jahre alte Patientin wäre sonst voraussichtlich aufgrund eines schweren Lungenversagens gestorben. "Aus unserer Sicht geht es ihr jetzt hervorragend, wir haben kein gravierendes Problem bisher", sagt Klinikleiter Walter Klepetko nach dem Eingriff.

"Die Organe funktionieren alle, wir sind alle zufrieden. Aber der Weg wird schon noch länger sein, bis wir sie hoffentlich endlich aus dem Krankenhaus herausbringen werden." Die Transplantation erfolgte bereits vor einer Woche. Die Patientin war nach Informationen der Medizinischen Universität ohne Vorerkrankungen und vor der Corona-Infektion bei bester Gesundheit gewesen. "Die Lage war aussichtslos. Die Lunge war wie ein Klotz, da war nichts mehr über", erklärt Klepetko.

Mediziner und Kanzleramtschef Helge Braun. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archiv

17:12
25.05.2020
UPDATE | Bund und Länder haben sich zunächst noch nicht auf eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen verständigen können. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen erfuhr, dauern die Beratungen noch an. Die Ländervertreter sollen sich zunächst morgen mit den jeweiligen Regierungen zurückkoppeln, wie lange und unter welchen Bedingungen die Kontaktbeschränkungen fortgeschrieben werden sollen.
Kanzleramtschef Helge Braun hatte heute mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder beraten, ob und wie die zunächst bis zum 5. Juni geltenden Kontaktbeschränkungen verlängert werden sollen. In einer Beschlussvorlage für die Schalte war u.a. die Rede von einer Verlängerung der Kontaktbeschränkung bis zum 29. Juni.

Ein Überblick, was der Bund den Ländern vorschlägt:
  • MINDESTABSTAND: In der Öffentlichkeit sollte weiterhin der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sollte in bestimmten öffentlichen Bereichen weiter gelten. Abstands- und Hygieneregeln müssten so lange in das Alltagsleben integriert bleiben, wie die Pandemie nicht durch einen Impfstoff oder ein Heilmittel überwunden ist.
  • PRIVATE TREFFEN: Maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte sollen sich in der Öffentlichkeit oder zu Hause treffen dürfen. Hygiene- und Abstandsregeln seien weiter zu beachten. Sind die Räume zu Hause zu klein, sollten sich nur so viele Personen versammeln, dass die Schutzregeln eingehalten werden könnten. Der Raum sollte ausreichend gelüftet werden. Wegen des deutlich geringeren Infektionsrisikos sollte man sich aber nach Möglichkeit im Freien verabreden. 
  • VERSCHÄRFUNGEN MÖGLICH: Wo es die Infektionszahlen erfordern, sollten weitergehende Kontaktbeschränkungen erlassen werden.