Ohne Zwangsauszeit wäre auch dieser Tag ganz anders verlaufen: Die beiden Arbeitsgemeinschaften, die ich dienstags mit einer Freundin in der Grundschule anbiete, finden derzeit nicht statt. Die Schülerzeitung, an der wir in einer der AGs gearbeitet haben, wird zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen. Und das Musical, das wir seit Monaten einstudieren, kommt nicht - wie geplant - Anfang Mai auf die Bühne. Ausfallen wird es aber nicht. Die Kinder haben so fleißig geübt. Wir finden einen neuen Termin.
Auch unsere drei Ältesten haben als Messdiener heute mehr freie Zeit: Ihr Dienst fällt aus, weil zurzeit keine Gottesdienste stattfinden.
Es wird jeden Tag deutlicher: Wir haben viel weniger Termine. Aber wir gewöhnen uns langsam daran, dass das Leben derzeit einfach anders ist. Zwar gibt es mit den Schularbeiten neue Aufgaben, aber wir verbringen viel mehr Zeit als Familie. Und steuern ohne die tägliche Terminfülle sogar langsam in Richtung Entschleunigung.