Manche Menschen freuen sich trotz derzeit widriger Pandemie-Umstände ganz besonders auf den Jahreswechsel und die Silvesternacht. Auch ohne die Möglichkeit, im Kreise vieler lieber Menschen auf ein neues und besseres Jahr anzustoßen. Beispielsweise unser Freund und seine ganze Familie. Der sportliche Mann und Familienvater, der nichts lieber tut, als im Freien Sport zu treiben, befindet sich nämlich in Quarantäne. Nach den Feiertagen hatte ein Anruf des Gesundheitsamtes in der betroffenen Familie für ordentlich Aufregung gesorgt: Der Vater sei bereits eine Woche vor Weihnachten in einer Physiotherapie-Praxis gewesen, und nun erst sei bekanntgeworden, dass dort zur gleichen Zeit ein erkrankter Patient gewesen sei – mit der Omikron-Variante infiziert. Durch die Weihnachtstage habe sich die Meldung dieses Falles leider verzögert, bedauert das Gesundheitsamt. Unser Freund ist deshalb froh, dass er nur in kleinem Rahmen Weihnachten gefeiert hat – und sein inzwischen erfolgter PCR-Test negativ ist. Trotzdem muss er noch bis zum Ablauf der Quarantäne zuhause bleiben. Und diese endet genau zu Mitternacht am 31. Dezember. Seine wieder gewonnene Freiheit könnte also von den Böllerschüssen begleitet werden, mit denen zeitgleich auch das neue Jahr eingeläutet wird. Doch Knaller sind in diesen Zeiten ja nicht erlaubt – wenn man nicht gerade Restbestände im Keller hat und diese im heimischen Garten in Richtung Himmel abfeuert. Doch ob mit oder ohne Feuerwerk-Begleitung zur nächtlichen Stunde: Auf das neue Jahr freut sich unser Freund verständlicherweise wie nie zuvor.
Eva Baumgartner