Heute habe ich zwei Punkte anzumerken: Erstens scheint die Sache mit dem Abstand der Jungs und Mädels an den Schulen derzeit nicht wirklich zu klappen. Zweitens, und das ist gleichzeitig ein Beleg für die erstgenannte Vermutung, sterben manche Dinge auch während einer Pandemie, in der Abstand das Maß aller Dinge ist, nicht aus. Sie existieren vielmehr seit etwa 5,6 Millionen Jahren, vermuten Experten. Wovon ich hier schreibe? Seit zwei Wochen werden wir per E-Mail regelmäßig dran erinnert, die Köpfe unserer Kinder zu kontrollieren, da in verschiedenen Klassen Kopfläuse ihr Unwesen treiben. Ich entschuldige mich schon jetzt dafür, wenn es Sie schon beim Lesen dieser Zeilen auf dem Kopf juckt. So erging es zumindest mir schon zu den Kindergarten-Zeiten unserer ältesten Sprösslinge: Da verursachte allein das Lesen des Zettels am Eingang („Achtung: Es gibt einen Fall von Kopfläusen in der Kita!!!!“) unangenehmes Jucken. Seit Beginn der Pandemie gab es jedenfalls keine einzige Mitteilung über einen Fall in unserem Umfeld - und nun gleich mehrere. Kein gutes Zeichen für den Abstand in der Schule. Aber ein gutes Zeichen dafür, dass die lästigen Viecher sicher noch weitere 5,6 Millionen Jahre überleben.
Eva Baumgartner