Unsere Rückkehr in die gastronomische Zivilisation steht wettertechnisch unter keinem guten Stern. Schon unseren ersten Freiluft-Cappuccino Ende Mai - nach einer gefühlten Ewigkeit - trinken wir mehr oder weniger „vom Winde verweht“. Umso mehr freuen wir uns gestern Abend auf unseren ersten Restaurant-Besuch nach diversen Lockdowns mit lieben Freunden. Im Außenbereich des Restaurants hat sich viel verändert. Wo früher eine kleinere Sitzecke war, und gegenüber ein größerer Parkplatz-Bereich, gibt es inzwischen nur noch Tische und Stühle - überdacht von einem Zelt. Schließlich wollen die meisten Gäste draußen sitzen. Es sind auch alle Plätze belegt. Wir genießen den Abend und das leckere Essen. Doch das Ganze entwickelt sich innerhalb von Minuten zu einer ziemlich stürmischen Angelegenheit. Erst tröpfelt es nur auf das Zeltdach, und die ersten Gäste zieht es heim. Wir ziehen erst einmal die Jacke über und stellen kurze Zeit später fröstelnd fest, dass es erst immer schräger und dann tatsächlich waagrecht regnet. Es stürmt und schüttet wie aus Eimern. Doch wir sind in diesen Zeiten in vielen Dingen entspannter geworden. Wir ziehen an einen freien Tisch in der Mitte des Zeltes, bleiben hier sitzen, bis der Regen fast aufhört und gehen als letzte Gäste. Den Restaurant-Besitzer freut es, dass wir uns nicht vom Wetter abschrecken lassen. Er leiht uns noch Schirme für den Weg. Ein herrlicher Abend.
Eva Baumgartner