Unfassbar! Heute ist tatsächlich Tag 250 des Corona-Wahnsinns. Niemals hätten wir uns vorstellen können, dass sich in diesem Jahr so viele Dinge ändern, dass alles inzwischen völlig anders ist und noch immer fast täglich anders wird. Seit 250 Tagen. Andererseits gibt es in diesen Zeiten auch eine Konstante: Auf der Zielgeraden in Richtung Weihnachten und Jahresabschluss wissen wir noch immer nicht, wann das alles enden wird. Wir können nicht weit in die Zukunft planen - auch ein Zustand, der uns seit 250 Tagen bekannt vorkommt. Wir müssen abwarten, spontan denken, arbeiten und leben. Und dabei stellen sich uns mitunter viele Herausforderungen in den Weg. Es gibt viele Menschen, denen in diesen 250 Tagen schreckliche Dinge widerfahren sind: der Verlust eines lieben Menschen, Krankheit oder auch finanzielle Sorgen. Existenzen, die kaputt sind. Doch mit Begeisterung stellen wir in all dem Unglück fest, dass so viele Menschen viel Kraft in diese Zeit investieren. Um zu helfen. Nicht nur im medizinischen Bereich oder in Bereichen des täglichen Lebens, der Grundversorgung und mehr. Sondern auch, um bei anderen Menschen einfach nur für kleine und große Lichtblicke zu sorgen. Es gibt auch an Tag 250 noch Miteinander. Und Nähe trotz Abstand. Und das ist in diesen Zeiten besonders wertvoll. Diese Lichtblicke dürfen nicht verloren gehen. Gerade, wenn draußen die dunkle Jahreszeit Einzug gehalten hat.
Eva Baumgartner