Unfassbar! Schon 200 Tage sind seit dem Start des Lockdowns vergangen. Und noch immer stecken wir mitten in der Pandemie, stehen vielleicht noch vor einer Aufgabe, die erst im Laufe des Herbstes und des Winters ihr wahres Ausmaß zeigen wird. Heute haben Bund und Länder die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie jedenfalls nochmals verschärft. Zudem soll regional zielgerichtet auf Infektionszahlen reagiert werden, die Personenzahl bei Feiern bei steigenden Zahlen deutlich reduziert werden. Neu ist, dass künftig ein Bußgeld fällig ist, wenn bei einem Restaurantbesuch falsche Personalien aufgeschrieben werden. Für die Prüfung korrekter Daten zur Nachverfolgung der Kontakte ist der jeweilige Betreiber des Lokals verantwortlich. Keine leichte Aufgabe: Wir selbst mussten schon bei Fußballspielen unserer Kinder die Erfahrung machen, dass manche Besucher ungern ihren Namen und andere Daten aufschreiben. Nicht immer ist eine falsche Angabe direkt erkennbar. Doch als wir nach einem kurzzeitigen Ansturm am Melde-Tresen die Daten der letzten Zettel kontrollierten, war die Sache schnell klar. Wir mussten feststellen, dass die französische Modedesignerin Coco Chanel offenbar auferstanden war und das Spiel der C-Jugend in unserem Ort verfolgt hat. Zumindest stand ihr Name auf der Besucherliste.
Eva Baumgartner