Mit der Ernte aus unserem Garten können wir uns inzwischen tageweise sogar fast selbst versorgen. Mit dem Corona-Lockdown und teils leeren Regalen hatte die Pflanzaktion im Frühjahr in unserem Fall zwar nichts zu tun. Vielmehr handelte es sich um eine Beschäftigungsmaßnahme für unsere Kinder, die wochenlang zuhause waren. Mit tollem Erfolg: Denn zurzeit gibt es in der Küche Obst und Gemüse satt: Neben Äpfeln, Birnen und Pflaumen - die wir schon lange ernten - bringen auch Zucchini, Gurken, Tomaten, Paprika und verschiedene Beeren Farbe auf den Teller. Den Selbstversorgungsgrad in Deutschland ändert das allerdings wohl nicht. Der liegt laut dem Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung bei Gemüse nämlich nur bei 35 Prozent, bei Obst sogar nur knapp über 20 Prozent. Die Äpfel stehen in Deutschland übrigens ganz vorn in der Tabelle, Pflaumen, Erdbeeren und Johannisbeeren schneiden auch nicht schlecht ab. Beim Fleisch liegt die Selbstversorgerquote übrigens bei 114 Prozent: Deutschland produziert also viel mehr, als wir verbrauchen. Ebenso bei der Milch mit 112 Prozent. Hier exportiert Deutschland übrigens die Hälfte der produzierten Milch, und um den Bedarf im Land zu decken, wird wieder importiert. Tomaten und Zucchini werden in Deutschland übrigens fast komplett importiert. Als ich das lese, bin ich wirklich ein bisschen stolz: Wir „importieren“ die kleinen Roten und langen Grünen nämlich gerade nur aus dem Garten in die Küche. Die Kinder finden das prima: Es gibt ja nicht nur Zucchinipuffer, sondern auch Apfelkuchen.
Eva Baumgartner