Letztes Update:
20200327141728

43 700 Infektionen

13:42
27.03.2020
In Deutschland sind bislang mehr als 43.700 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Nordrhein-Westfalen hat mehr als 11.500 nachgewiesene Fälle und 85 Tote, Bayern mehr als 8800 Fälle und Baden-Württemberg mehr als 8400. Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Hamburg mit einem Wert von 87,7 die meisten Infektionen.
Mehr als 270 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben.

dpa

Emder Werft profitiert

13:30
27.03.2020
Wegen der weltweiten Corona-Krise holen auch die Kreuzfahrt-Reedereien ihre Flotten zurück. Dazu gehört auch der deutsche Reiseveranstalter Phoenix-Reisen in Hamburg, der sämtliche seiner gecharterten Passagierschiffe derzeit nach Deutschland zurückbeordert hat. Davon wird nun auch die Emder Werft und Dock GmbH (EWD) profitieren. Da Phoenix den Zwangsstopp seiner Schiffe für Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten nutzen will, sollen mindestens zwei Schiffe in den nächsten Tagen und Wochen Emden anlaufen und von der EWD betreut werden. Das bestätigte Phoenix Reisen gerade der Emder Zeitung. Man verhandle derzeit ganz konkret mit der Werft. Damit würde die Reparaturwerft, die sich bereits mit Marine-Schiffen und Behörden-Schiffen in sensiblen Geschäftsbereichen bewährt und sich dort auch einen gewissen Namen gemacht hat, den lange erhofften Schritt ins Kreuzfahrtschiff-Geschäft machen. Bei den beiden Schiffen handelt es sich um die "MS Albatros" und die "MS Amera", beide nicht zuletzt bekannt aus der Fernseh-Serie "Verrückt nach Meer".

Jens Voitel

Häftlinge stellen Schutzmasken her

13:05
27.03.2020
Angesichts knapper Atemschutzmasken sollen Häftlinge in Niedersachsen aushelfen und Masken herstellen. Die Nähereien zweier Justizvollzugsanstalten hätten ihre Produktion umgestellt und Nähmaschinen umgerüstet, teilte das niedersächsische Justizministerium am Freitag mit. Schon im Laufe der kommenden Tage sollten etwa 8500 Masken genäht werden. „Auch Gefangene wollen etwas tun, um in dieser Krise ihren Beitrag zu leisten. Das Nähen von Schutzmasken ist eine gute Gelegenheit“, sagte Justizministerin Barbara Havliza (CDU).

Nach Angaben des Ministeriums hat die Justizvollzugsanstalt für Frauen in Vechta eigens einen Nähsaal eingerichtet. Genäht würden die Schutzmasken im Auftrag der Caritas. Bei voller Auslastung könnten bis zu 15 Gefangene mitarbeiten, 470 Meter geeigneter Stoff seien bereits geliefert worden. Die Mindestabstände untereinander sollten gewahrt bleiben. Die Masken würden über die Caritas an Krankenhäuser, Kliniken und Arztpraxen verkauft. Außerdem sollen in der JVA Uelzen Schutzmasken genäht werden - dazu solle es eine Kooperation mit einem Zulieferer der Medizinischen Hochschule Hannover geben.

Mit eingebunden werde voraussichtlich auch die JVA Sehnde, teilte das Ministerium mit. Die dortige Wäscherei könne die Reinigung und Desinfektion der Masken übernehmen.

dpa